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Die Stabkirche in Ringebu

Im Mittelalter gab es in Norwegen ungefähr 1200 Stabkirchen, heute sind es nur noch 28. Jeder, der die faszinierende Bauweise einer Stabkirche erlebt,  wird von deren Schönheit und sakraler Stimmung begeistert sein, in der Tat ein Tempel aus Holz. Die Stabkirche in Ringebu ist die einzige Stabkirche im Gudbrandsdal, die noch an ihrem ursprünglichen Ort neben der E-6 steht.  Die Kirche gehört zum Borgundtyp und ist eine der wenigen übrig gebliebenen großen Stabkirchen. Die Kirche wird seit 1200 benutzt. Bei einer Untersuchung in den Jahren 1980-1981 fand man, dass die Geschichte des Kirchorts weiter zurückreicht, als man früher angenommen hatte.

 

Die Stabkirche in Ringebu wurde um das Jahr 1220 errichtet, d.h. in einer Zeit, die sowohl wirtschaftlich als auch kirchlich eine Hochblüte unserer Geschichte darstellt. Das kann eine der Ursachen für ihre beachtliche Größe sein. Nach der Pestepidemie 1349-1350 kam jedoch eine lange Depressionszeit, die sich in jeder Hinsicht, sowohl national, menschlich als auch kirchlich, auf das Land auswirkte.

 

Die ersten 10 Jahre des 16. Jahrhunderts waren auf mehreren Gebieten von einer positiven Entwicklung geprägt. Eines dieser Gebiete war die Renovierung der Kirchen des Landes. Unsere Stabkirchen, die das Mittelalter überlebt hatten, wiesen deutliche Zeichen von fehlender Instandhaltung auf.

 

Man rechnet damit, dass die Bevölkerungszahl des Hochmittelalters um das Jahr 1660 wieder erreicht war. Zu dieser Zeit begründete Werner Olsen, der legendäre Turm- und Kirchenbauer des Gudbrandsdals seinen Ruhm für die Nachwelt. Die Erweiterung der Ringebu Stabkirche in den 1630er Jahren ist der konkrete Beweis dafür, dass in Norwegen eine neue Bautechnik eingeführt worden war.

 

In der Stabkirche in Ringebu befinden sich zwei Kruzifixe und eine Figur des Heiligen Lautrentius aus dem Mittelalter und ein Taufbecken aus Speckstein aus dem Jahr 1100. Außerdem ein wunderbares, geschnitztes Eingangsportal im Drachenstil.

 

www.stavechurch.no

www.venabu.no  wird von Lars Tvete administriert Letztes Update: 14.12.2007